Hallo Baby!

Vor der Geburt:

- Meldung beim Dienstgeber mit Arztbestätigung
- Mutter Kind Pass (beim Arzt)

Beschäftigungsverbot:
Grundsätzlich in den letzten 8 Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung. Oder schon vorher mit entsprechender Bestätigung eines Arbeitsinspektions- oder Amtsarztes. (Arbeitsverbot aufgrund Gefährdung von Mutter oder Kind)

Relatives Beschäftigungsverbot für werdende Mütter:
- Keine schweren körperlichen Arbeiten
- Keine Anwendung von Arbeitsstoffen oder –Geräten, die die Schwangerschaft gefährden.
- Keine Nachtarbeit in der Zeit von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr (ausgenommen Krankenpflegepersonal – Beschäftigung bis 22.00 Uhr bei anschließender Ruhezeit von mindestens 11 Stunden – erlaubt). Diese Regelung gilt auch für stillende Mütter.
- Keine Sonn- und Feiertagsdienste (abweichende Regelung für Betriebe mit Schichtdienst). Gilt auch für stillende Mütter
- 40 Stundenwoche darf nicht überschritten werden und keinesfalls mehr als 9 Stunden täglich. Ebenfalls gültig für stillende Mütter.

Geburt:

Im Spital:
Sie sollten sich bis zur 24. Schwangerschaftswoche in der Entbindungsklinik Ihrer Wahl anmelden, damit ein Bett für die Geburt reserviert werden kann. Gleichzeitig sollten sie sich auch erkundigen, welche Dinge Sie während Ihres Spitalaufenthaltes benötigen. Die ambulante Geburt verbindet die Vorteile von Klinik- und Hausgeburt miteinander. Ambulante Geburt bedeutet, dass Sie in einer Geburtsklinik entbinden, die Klinik jedoch – wenn keine Komplikationen auftreten – mit Ihrem Kind bereits nach einigen Stunden wieder verlassen können. Zu Hause werden Sie und Ihr Kind dann von einer Hebamme und Ihrem/Ihrer KinderärztIn nachbetreut.

Folgende Schritte sind dafür notwendig:
- Suchen Sie sich bereits während der Schwangerschaft eine Hebamme und eine/n KinderärztIn.
- Wenn Sie an einem Geburtsvorbereitungskurs oder an einer Elternschule teilnehmen, können Sie dort alle notwendigen Informationen über die Geburt bekommen.

Hinweis:
Bei einer ambulanten Geburt ist die Nachbetreuung besonders wichtig. Die Hebamme wird Sie mindestens zehn Tage hindurch betreuen und der/die KinderärztIn kommt in Ihre Wohnung, um das Neugeborene zu untersuchen.
Wenn Sie sich für eine Hausgeburt entscheiden, dann sollten Sie überlegen, ob Ihre Wohnverhältnisse und Ihre Familie dies ermöglichen. Suchen Sie sich eine Hebamme, die Sie während der Schwangerschaft, bei und nach der Geburt (Wochenbett) betreut. Damit Sie im Notfall abgesichert sind, melden Sie sich auf alle Fälle rechtzeitig in einem Spital an.

Nach der Geburt:

Beschäftigungsverbot nach der Entbindung:
- Grundsätzlich 8 Wochen nach der tatsächlichen Entbindung
- Oder bis zu 12 Wochen bei Früh- oder Mehrlingsgeburten oder Kaiserschnittentbindung (immer ärztliche Bestätigung vorlegen)
Im Falle einer Fehlgeburt erlöschen sämtliche Ansprüche aus dem Mutterschutzgesetz.

Welche Wege sind nach der Geburt des Kindes erforderlich?
1. Die Meldung über die erfolgte Geburt wird vom Krankenhaus (Sanatorium) automatisch an das Standesamt des Geburtsortes übermittelt.
2. Geburtsurkunde besorgen (im Standesamt)
3. Meldezettel für Ihr Kind besorgen
4. Familienbeihilfe beantragen. Antrag beim Wohnsitzfinanzamt unter Vorlage der Geburtsurkunde
5. Dem Dienstgeber die Geburt sofort melden (ev. Bestätigung oder Nachweis durch Mutter-Kind-Pass, über Frühgeburt oder Entbindung durch Kaiserschnitt)
6. Meldung bei der Sozialversicherung

Empfehlenswerte Schritte:
Staatsbürgerschaftsnachweis für ein Kind (nicht unbedingt sofort notwendig)
- Pass bzw. Eintragung in den Reisepass
- Personalausweis
- Kindergarten-Anmeldung



Formulare in der Dienststelle:
o
Personalveränderungsbogen A1 für Meldung der Geburt und Kinderzulage. Beilage: Kopie der Geburtsurkunde u. Meldezettel des Kindes, (Familienbeihilfenbescheid für die Kinderzulage)
o Personalveränderungsbogen KFA für Meldung der Geburt, Mitversicherung und nach Wunsch Anmeldung bei Zusatzversicherung (Zusatzversicherung nur möglich, wenn der/die Bedienstete selbst zuschussversichert ist).
Beilage: Kopie der Geburtsurkunde
o Antragsformular für die einmalige Geldaushilfe (Zuwendung in Höhe von Euro 75,--, auch download im intranet unter A1)
o Gleichzeitig mit der Meldung der Geburt sollte auch das Karenzansuchen abgegeben werden. Achtung auf noch nicht verbrauchten Gebührenurlaub.

Formulare in der KFA:
o
Antrag auf das Wochengeld (70% des Monatsbezuges, in welchem das Kind geboren wurde)
Vertragsbedienstete, welche bei der Gebietskrankenkasse versichert sind, stellen den Antrag um Mitversicherung des Kindes bei der GKK.

Antrag um Kinderbetreuungsgeld:
Beim zuständigen Sozialversicherungsträger (Krankenkasse). Die Voraussetzung dafür ist der Nachweis über den Bezug der Familienbeihilfe vom Finanzamt. (Familienbeihilfenbescheid). Auszahlende Stelle ist immer die GKK.

Finanzielles:

Entgeltzahlung während der Schutzfrist:
- Beamtinnen erhalten ihren Monatsbezug vom Dienstgeber ungeschmälert weiter.
- Vertragsbedienstete (GKK oder KFA-versichert) erhalten ihr Wochengeld von der jeweiligen Krankenversicherung. (entsprechende Anträge sind zu stellen - GKK oder KFA)

Wochengeld der KFA (Freiwillige Leistung):
Alle Bediensteten, die bei der KFA versichert sind (Mutter oder Vater, wenn Kindesmutter mitversichert ist), können nach der Geburt eines Kindes um die einmalige Gewährung eines Wochengeldes (70 % des Monatsbezuges, in welchem das Kind geboren wurde) mittels Formular in der KFA ansuchen (3 Jahre rückwirkend möglich).

Einmalige Zuwendung durch den Dienstgeber:
Alle Bedienstete können nach der Geburt eines Kindes um die einmalige Zuwendung in der Höhe von dzt. 75,-- Euro mittels Formular (liegt in der Dienststelle auf) ansuchen – wird nur an einen Elternteil ausbezahlt.

Kinderzulage:
Anlässlich der Geburt des Kindes kann von einem Elternteil die Gewährung der Kinderzulage in Höhe von dzt. mtl. 16,40 Euro beantragt werden. (Familienbeihilfenbescheid, Geburtsurkunde des Kindes, Bestätigung des anderen Elternteiles über Nichtinanspruchnahme, wenn er/sie in einer anderen Gebietskörperschaft beschäftigt ist. Meldezettel oder Haushaltsbestätigung des Kindes sind beizulegen).

Antrag um Familienbeihilfe beim zuständigen Finanzamt:
Zuerkennung der Familienbeihilfe ist Voraussetzung für das Kinderbetreuungsgeld.

Antrag um Kinderbetreuungsgeld:
Antrag grundsätzlich bei der zuständigen Krankenversicherung, Verantwortlichkeit und Auszahlung für alle Bedienstete bei der GKK (30 bzw. 36 Monate)

Kinderbetreuungsgeld und Teilzeitbeschäftigung oder zusätzlicher Verdienst im Karenzurlaub:
In diesem Fall ist die jährliche Zuverdienstgrenze von 14.600,-- Euro brutto zu beachten.

Karenzurlaub:

- Gesetzlicher Rechtsanspruch – bis zum 2. Lebensjahr des Kindes! MKU (Antrag im Dienstweg an das Personalamt übermitteln)
- Karenzurlaube, die das 2. Lebensjahr des Kindes überschreiten, sind eine Kannbestimmung. Antrag im Dienstweg an das Personalamt.

Freiwillige Gaben durch verschiedene Institutionen:
Aktion durch Amt für Jugend und Familie (Hauptwohnsitz der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt in Graz)

- Wäschegutscheine in Höhe von dzt. 37,-- Euro (abzuholen in der Mag. Abt. 6 unter Vorlage der Geburtsurkunde des Kindes, Meldeschein der Mutter und Infoblatt des Standesamtes).
- Infos für Nicht-GrazerInnen direkt bei Ihrer Wohnsitzgemeinde einholen. Einige Gemeinden gewähren unter bestimmten Bedingungen Beihilfen und andere Unterstützungen.

Aktion des Umweltamtes:
- Antrag auf Förderung für den Grazer Windelscheck im Umweltamt (Tel.: 0316/872-4328)
- Beachten Sie auch die Informationen bei Firmen, die Babyartikel vertreiben, bzw. die Infos im Krankenhaus, beim Gynäkologen und beim Kinderarzt.
- Auch andere Organisationen, wie z.B. Caritas und Volkshilfe, bieten für die Zeit im Spital und die ersten Wochen daheim Unterstützung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung an. Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, dass die Kosten dafür zur Gänze oder zum Teil von Ländern und Gemeinden übernommen werden.

Familienpass:
Familien haben mit dem Familienpass die Möglichkeit, neben den vielfältigen Familienförderungen auch Vergünstigungen für Freizeitaktivitäten zu erlangen. Diese Vergünstigungskarte wird von den Bundesländern mit unterschiedlichsten Bezeichnungen (z.B. Homecard, Kärnten Card, Familienkarte) und unter bestimmten Bedingungen gewährt.
Referat Frau-Familie-Gesellschaft
Stempfergasse 7, 8010 Graz